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Karen Koschnick, Totenstaette. Städteleben

Karen Koschnick, Totenstaette. Städteleben
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Art.Nr.: 2019-4
GTIN/EAN: 978-3-943897-46-3
9,90 EUR
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  • Details

Produktbeschreibung

Verfasser: Karen Koschnick (www.karenkoschnick.de)

ISBN: 978-3-943897-49-4
Einband: Paperback; Seiten/Umfang: 36 S. - 26,5 x 16,25 cm;
mit einer individuellen, im Siebdruck von der Künstlerin und Autorin handgefertigen Banderolle
Preis: 9,90 Eur (D).

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Die "Metropole" charakterisiert den Lebens- und seit langem idealisierten Zukunftsraum des Menschen schlechthin. Die "Nekropole" dagegen als eine Stadt der Toten verweist in ihrem lateinischen Wortstamm zurück auf die polis – die "Stadt".
Ausgehend vom Thema Friedhof, mit dem ich mich seit vielen Jahren intensiv beschäftige, habe ich eine sehr enge Verbindung zwischen der Struktur der Stadt und der des Friedhofes wahrgenommen. Im Rahmen meines Promotionsprojektes habe ich diese einerseits in einem wissenschaftlichen Zugriff analysiert und andererseits künstlerisch ausgelotet.
Der Fokus der Untersuchungen erstreckt sich dabei auf das letzte Drittel des 19. und das beginnende 20. Jahrhundert. Der vorliegende Katalog zeichnet das Resultat der künstlerischen Auseinandersetzung nach. Er zeigt die Summe von Streifzügen der Künstlerin über drei Friedhöfe: den Jüdischen Friedhof Weißensee in Berlin, den Urnenhain in Dresden-Tolkewitz und den Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg. Trotz ihrer Verschiedenheit besitzen diese Totenstädte eine grundlegende Gemeinsamkeit: ihre Straßenzüge sind gesäumt von ewigen beziehungsweise temporären Wohnstätten, ähnlich wie die Häuser einer richtigen Stadt.
Die folgenden Fragen waren für die Analysen und künstlerischen Annäherungen zentral: Worauf beruht die genannte Gemeinsamkeit zwischen Friedhof und Stadt und weshalb erschafft sich der Mensch immer wieder ähnliche Raumstrukturen? Wie weit geht die Konvergenz zwischen beiden und wo eröffnen sich Grenzräume? Die räumlichen Ordnungsmuster erschafft sich der Mensch, um sich seine hiesige Welt nach seinen Bedürfnissen einzurichten. Diese Prinzipien prägen jedoch ebenso seine Vorstellung von der jenseitigen Welt. Basierend auf gesellschaftlichen Faktoren verändern sich die Raumstrukturen, zeigen sich in transzendenten Zwischenzonen zwischen Leben und Tod, deren Ausdruck sich auf dem Friedhof wiederfindet.
Das künstlerische Werk bringt im Hinblick auf die Nekropole zum Ausdruck, dass Sichtbares und Unsichtbares sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern zwei mögliche vor allem zwei reale, gegenwärtige Zustände eines Raumes sind.